Hauptreferenten auf der JuSeTa 2011 1. Referat
Angelika HeßlingDipl. Sozialwissenschaftlerin und Projektleiterin der Studie „Jugendsexualität“ in der BZgA
Jugendsexualität in DeutschlandErgebnisse einer repräsentativen Befragung der BZgA Seit fast 30 Jahren analysiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Einstellungen und Verhaltensweisen von 14- bis 17-jährigen Jugendlichen in Bezug auf Aufklärung, Sexualität und Verhütung. Die aktuelle Studie ist die siebte Wiederholungsbefragung. 2. ReferatProf. Dr. Stephan GoertzDipl.-Theologe
Kann denn Liebe Sünde sein? Moraltheologische Anmerkungen zur Sexualmoral Die kirchliche Sexualmoral in ihrer traditionellen Gestalt stößt auf immer weniger Verständnis in der modernen Gesellschaft. Anstatt dies nun allein der Moderne in die Schuhe zu schieben, die sich von der christlichen Wahrheit entfernt habe, soll gefragt werden, welche Aspekte der Tradition einer Rezeption der Sexualmoral im Wege stehen. Und es wird zu überlegen sein, welche positiven Impulse sich aus christlicher Perspektive formulieren lassen.
3. ReferatDr. Wunibald Müller
Theologe, Dipl. Psych., Veröffentlichungen im Bereich Spiritualität und Lebenshilfe
Sexualität als Lebensenergie
Die hl. Hildegard von Bingen nennt die Sexualität eine „Kraft der Ewigkeit“. Für sie gibt es nichts Unreines in der Schöpfung, in der ungezähmte Leidenschaft und zärtliche Sehnsucht, körperliche Lust geistlich erhöht zu werden, die Freude am Partner und der Verzicht auf erotische Erhöhung ..…. ihren Platz haben. Die hl. Hildegard von Bingen zählt damit einige der Kraftquellen und Funktionen der Sexualität auf, die neben anderen näher vorgestellt werden sollen. Es geht darum, aufzuzeigen, dass ohne die Schattenseiten der Sexualität zu übersehen, ein eindeutiges Ja zur Sexualität, ein unvoreingenommenes Ja dazu, dazu beitragen kann, Sexualität als ein Geschenk Gottes zu erkennen, die Kraft, die in ihr steckt, auf vielfältige Weise unseres Lebens, darunter auch unserer Kreativität, bis hin zu unserer Beziehung zu Gott nutzbar machen zu können. Dabei soll das Thema vor allem auf einer spirituellen und psychologischen Betrachtungsweise gesehen und angegangen werden, die die Möglichkeiten unserer menschlichen Sexualität und Lebensenergie aufzeigen, zugleich aber auch die Voraussetzungen benennt, die erforderlich sind, um auf eine verantwortliche Weise mit dieser Energie umgehen zu können. 4. ReferatGabriele Siegert
Leiterin einer Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Referentin für Prävention der Diözese Eichstätt, Pastoralreferentin, Suchttherapeutin HPG
Warum das nicht mehr vergeht... Auswirkungen sexueller TraumatisierungSexuelle Gewalt ist kein momentan schmerzliches Erlebnis, das unter "war schlimm" in der Erinnerung abgelegt werden kann. Sexuelle Gewalt führt zu einer Traumatisierung, die tief in der Psyche die Art des Erlebens verändert, in die Fähigkeit des Umgangs mit sich und den anderen Menschen eingreift und damit Auswirkungen auf das ganze zukünftige Leben hat. Der Vortrag möchte in diese Zusammenhänge einführen.
5. Referat
SookeeRapperin, MA Gender Studies, MA Linguistik
PornoRap als Indikator für Sexismus und Homophobie in der Gesellschaft Die mediale Öffentlichkeit neigt im Sinne einer dominanten gesellschaftspolitischen Haltung dazu, soziale Missverhältnisse auszulagern und bei den 'Anderen' zu suchen. So wird HipHop seit Jahren aus der bürgerlichen Mitte für eine gefühlt wachsende Frauen- und Schwulenfeindlichkeit, Gewaltverherrlichung und Pornographisierung mitverantwortlich gemacht. Der Vortrag zeigt auf, dass die Normalität von gewaltvollem Sexismus und Homophobie in allen Möglichkeiten Bereichen der Gesellschaft Realität ist und HipHop da gar keine so große Ausnahme ist.
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